Ist der Darm zufrieden, geht’s auch uns gut!

Das Erwachen der Valkyrjar

Die 300 bis 500 Quadratmeter Darmschleimhaut sind der Nährboden, auf welchem das Pflänzlein unserer Gesundheit gedeiht. Gerät die Ökologie in unserem Verdauungsgarten aus dem Gleichgewicht, sprießen Erkrankungen empor, die auf den ersten Blick nichts miteinander gemein haben: Depressionen und Angstzustände ebenso wie Entwicklungsstörungen und Lernschwierigkeiten, aber auch Allergien und Übergewicht – ja sogar Krankheiten wie Diabetes, Parkinson oder Alzheimer.

Von: Benjamin Seiler

Eigentlich gibt es ja weitaus schlimmere Erkrankungen als eine Magen-Darm-Grippe. Dennoch fühlen wir uns kaum je so schwach und elend, wie wenn der Bauch in den Seilen hängt. Für die Chinesen sitzt die Gesundheit im Darm. Langsam dämmert es auch westlichen Forschern, welch fundamentale Bedeutung in dieser Aussage steckt. Heiko Braak ist einer von ihnen. Der Neuroanatom[1] beschäftigt sich seit bald fünfzig Jahren eingehend mit dem menschlichen Gehirn, in Scheiben geschnitten und eingefärbt. Er hat gar so manches gesehen und so leicht fällt ihm bei seiner Arbeit…

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